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Aktuelles aus der Kanzlei

Praxisnotizen, Lehren, Hinweise.

Kein Magazin, kein Wissenshub. Kurze, lesbare Beiträge zu Themen, die im Mandantenalltag tatsächlich vorkommen.

Öffentliches Wirtschaftsrecht / Subventionsrecht·31. August 2026·4 Min

Corona-Hilfen auf Null gesetzt: Fehlende Unterlagen allein rechtfertigen keine Rückforderung

Jahre nach der Bewilligung kommt Post von der Bewilligungsstelle: Der Schlussbescheid setzt die Corona-Hilfe auf null Euro fest, der gesamte Betrag ist zurückzuzahlen. Als Grund steht dort oft nur, dass nachträglich angeforderte Unterlagen nicht eingereicht wurden. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat dieser Praxis im August 2026 deutliche Grenzen gesetzt – und das ist für jede laufende Rückforderung von Corona-Hilfen relevant.

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IT & Datenschutz·31. August 2026·4 Min

KI-Protokolle in Meetings: Was Sie vor dem Start regeln sollten

KI-Assistenten schreiben in Meetings mit, fassen zusammen und verteilen Aufgaben – bequem, schnell und in fast jedem Videokonferenzsystem schon eingebaut. Rechtlich ist der Knopf „Aufzeichnung starten" aber keine Kleinigkeit: Er berührt Strafrecht, Datenschutz und Mitbestimmung gleichzeitig. Wer KI-Protokolle in Meetings einsetzt, sollte die Rahmenbedingungen einmal sauber klären – danach ist der Einsatz unproblematisch.

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Gesellschaftsrecht / Steuerrecht·30. August 2026·8 Min

Wirtschaftliche Neugründung: Warum die Zahlung auf das Stammkapital nicht im Nennkapital landet

Wer eine Vorratsgesellschaft aktiviert oder einen leer gewordenen GmbH- oder AG-Mantel wieder in Betrieb nimmt, vollzieht rechtlich eine wirtschaftliche Neugründung – mit erneutem Kapitalnachweis, Offenlegung gegenüber dem Registergericht und Haftungsrisiken für Gesellschafter und Geschäftsleitung. Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 25. Februar 2025 (VIII R 22/22) entschieden, dass eine aus diesem Anlass geleistete Zahlung des Gesellschafters regelmäßig nicht auf das Nennkapital wirkt, sondern als sonstige Einlage im steuerlichen Einlagekonto zu erfassen ist. Für die Praxis heißt das: Die Zahlung schafft kein neues gezeichnetes Kapital, sie beseitigt keine Unterbilanz automatisch – aber sie eröffnet die Möglichkeit einer späteren steuerfreien Rückgewähr, wenn die Feststellung sauber läuft.

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Arbeitsrecht·5. Juli 2026·4 Min

Entgelttransparenz 2026: Was Arbeitgeber jetzt tun

Die Frist zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie ist am 7. Juni 2026 abgelaufen, ein deutsches Umsetzungsgesetz gibt es noch nicht. Trotzdem hat sich die Rechtslage zum 8. Juni 2026 verschoben: Über die richtlinienkonforme Auslegung des bestehenden Rechts und über Art. 157 AEUV wirken zentrale Vorgaben zur Entgelttransparenz 2026 schon jetzt. Für Arbeitgeber heißt das: abwarten ist keine Strategie.

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